Mikrobielle N-Umsätze in Böden bei niedrigen Temperaturen (Bayreuth)

Verfasst von jobs am Do, 01/14/2010 - 15:40.

SCIENCE-JOBS-DE Stellenausschreibung (vacancies)
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Am Lehrstuhl für Bodenökologie der Universität Bayreuth ist im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Vorhabens ab sofort die Stelle einer(s) Wissenschaftlichen Angestellten (TVL 13/2) für die Zeit von 3 Jahren zu besetzen. Die Arbeiten sollen zur Promotion führen.

Thema: Brutto-Ammonifikation, Brutto-Nitrifikation und N-Netto-Mineralisation in Böden der temperierten Zone bei niedrigen Temperaturen.

Das Projekt erfolgt in Kooperation mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) Halle/Saale.

Bewerber/innen verfügen über einen überdurchschnittlichen Abschluss (Master, Diplom) in Bodenkunde, Geoökologie, Biologie oder verwandten Fächern, gute Kenntnisse der Biogeochemie terrestrischer Ökosysteme sowie Erfahrungen in Laborarbeit möglichst mit Böden.
Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Die Universität Bayreuth strebt eine Erhöhung des Anteils der Frauen an und bittet deshalb Frauen nachdrücklich um ihre Bewerbung.

Bewerbungen sowie Anfragen bitte ab sofort per e-mail an:
egbert.matzner@uni-bayreuth.de.
Die Arbeiten können sofort beginnen. Ein späterer Projektbeginn (Frühjahr 2010) wäre auch möglich.

Projektbeschreibung:
Die Temperaturabhängigkeit der N-Umsätze bei niedrigen Temperaturen ist bisher kaum untersucht worden. Jüngere Befunde deuten auf eine erhebliche Bedeutung von N-Mineralisation bei niedrigen Bodentemperaturen in Böden der temperierten Zone hin. Solche Umsätze wurden in der Vergangenheit vielfach vernachlässigt. In diesem Projekt werden wir die in situ netto N-Mineralisation in zwei Waldböden (Buche, Fichte) im Jahresverlauf messen, um die Bedeutung der winterlichen Umsätze zu quantifizieren. In Laborversuchen an ungestörten Bodenproben bei konstanter Temperatur (+8, +5, +2, -1, -4 °C) werden die Temperaturabhängigkeit der Brutto-Ammonifikation, Brutto-Nitrifikation und Immobilisierung durch die 15N-Verdünnungsmethode gemessen. Um die Hypothese zu testen, dass die Substratmenge und -qualität die Temperaturabhängigkeit beeinflusst, werden verschiedene Substrate zugesetzt (NH4 im Falle der Nitrifikation, Glycin, Prolin, 2,6-Pyridindikarbonsäure im Falle der Ammonifikation) vorg!
enommen. Die Temperatur-abhängigkeit der Prozesse wird über die Arrhenius-Gleichung quantifiziert. Die Ergebnisse werden für die Vorhersage der Effekte von zukünftigen Klimaänderungen auf den N-Umsatz in Waldböden von großem Wert sein.

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Von:

Werner Borken
werner.borken@uni-bayreuth.de
Universität Bayreuth
Bayreuth

Ansprechpartner: Werner Borken, werner.borken@uni-bayreuth.de

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